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Nur 30 Milliarden Investition für Energiewende für den Burgenlandkreis - Landkreis kauft Land in MauretanienDie Energiewende ist weiterhin ein wichtiges Thema für die Politik, weil nach wie vor das Klima geschützt und die Erderwärmung aufgehalten werden soll. Dazu wird es in wenigen Tagen eine Pressekonferenz im Burgenlandkreis geben, bei der der Landrat Götz Ulrich die konkreten Pläne vorstellen wird.
Landrat des Burgenlandkreises Götz Ulrich (CDU): Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vertreter der Presse. Deutschland hinkt bei der Reduzierung des Treibhausgases CO2 hinter seinen Zielen hinterher. Im vergangenen Jahr war der Fortschritt bei der Reduzierung minimal. Wir müssen also unsere Anstrengungen erheblich verstärken, wenn wir 2045 klimaneutral sein wollen. Im Stadtrat in Hohenmölsen wurde hinsichtlich der grünen Fernwärme, die dort geplant ist, durch einen Bürger ein wichtiger Denkanstoß gegeben. Denn dort zeigte sich, dass mit den Ideen, die bisher auf dem Tisch liegen, nicht einmal die Wärmeversorgung CO2-neutral gestaltet werden kann. Das zeigt, wie wichtig Bürgerbeteiligung auch in solchen Fragen ist. Derzeit liegt der Fokus auf der Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien, aber Strom macht nur 20 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus. Wir brauchen also radikalere Schritte, um das Klimaziel zu erreichen. Wir haben uns mit Schülern der Berufsbildenden Schulen im Burgenlandkreis zusammengesetzt, die im Bereich Energie und Elektro ausgebildet werden, und haben die Künstliche Intelligenz genutzt. Ein großer Dank geht daher noch einmal an den Leiter der berufsbildenden Schulen, Herrn Jörg Riemer. Es galt herauszufinden, wie groß der Gesamtenergiebedarf des Burgenlandkreises ist und wie wir diesen decken können. Der Burgenlandkreis hat einen Gesamtenergiebedarf von ungefähr 13 TWh im Jahr. Das beinhaltet Strom, Verkehr, Gewerbe, Haushalte und Industrie. Das große Problem ist aber die Speicherung der Energie, die im Winter und während der Dunkelflauten benötigt wird – also wenn weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Es muss also wesentlich mehr Energie erzeugt werden, weil bei der Speicherung und Rückgewinnung ebenfalls Verluste entstehen. Wir haben das Ganze mit einer Bevölkerung von 200.000 Einwohnern berechnet, weil wir wieder ein Wachstum im Landkreis erreichen wollen. Außerdem kann man so etwas auch nicht auf Kante nähen. Es bedarf immer eines Puffers. Wir kamen dadurch auf eine Stromerzeugung von gut 24,3 TWh im Jahr. Eine weitere Frage war der Flächenverbrauch. Das ist eine sehr ernüchternde, oder auch erschreckende Zahl. Wenn wir den Strom zu 50 % aus Wind und zu 50 % aus Sonne erzeugen, benötigen wir knapp 1.300 Windkraftanlagen, die aufgrund von Windverschattungen über eine Fläche von 642 km² verteilt werden müssten. Hinzu kommen 167 km² für Photovoltaikanlagen. Also 810 km² beziehungsweise 57 % der Landkreisfläche, die für die Gewinnung von Energie genutzt werden müssten. Der Burgenlandkreis hat eine Gesamtfläche von 1.414 km². Eigentlich müsste noch mit einkalkuliert werden, dass wir im Burgenlandkreis auch die Energie erzeugen müssen, die in größeren Städten wie Halle, Leipzig usw. benötigt wird. Das heißt, dass die Fläche des Burgenlandkreises für die Energieerzeugung nicht ausreicht. Um Wasserstoff in ausreichender Menge nur für den Burgenlandkreis zu speichern, entsteht zusätzlich ein Flächenbedarf von 11 km². Wenn wir Batterien nutzen würden, wären es 17 km². Wenn wir als Speichermedium synthetischen Diesel verwenden, würden ca. 0,3 km² Fläche benötigt werden. Das ist ein Problem, das der eine oder andere Kritiker der Energiewende bereits angesprochen hatte. Dieses Problem können wir in Deutschland selbst also nicht lösen. Wir können selbstverständlich darüber diskutieren, wie viel man mit Energieeinsparungen an diesen Zahlen verbessern könnte. Das dürften aber nur ein paar wenige Prozent sein, die das Kraut – wie man so schön sagt – nicht fett machen. Das wohl noch größere Problem sind aber die Kosten. Die hauen einen dann sprichwörtlich aus den Socken. Würden wir Wasserstoff als Speichermedium nutzen, kommen wir bei den Gesamtinvestitionskosten nur für die Energieversorgung des Burgenlandkreises auf ungefähr 77 Milliarden Euro. Das sind bei angenommenen 200.000 Einwohnern ca. 385.000 Euro pro Einwohner. Wasserstoff muss verdichtet und gekühlt werden, was sehr energieintensiv ist. Würden wir auf Batterietechnologie setzen, würde dies eine Gesamtinvestition in Höhe von 1.700 Milliarden Euro bedeuten. Oder anders ausgedrückt: 8,6 Millionen Euro pro Einwohner. Die günstigste Variante ist die Herstellung von synthetischem Diesel als Speicher. Dann kommen wir auf eine Investitionssumme von „nur noch“ 38 Milliarden Euro. Das sind pro Kopf dann nur noch 190.000 Euro. Wie Sie sehen, sind das durchaus astronomische Summen, die im Raum stehen, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Aber wie schon gesagt: Die Landfläche reicht nicht aus. Deutschland ist so gesehen zu klein, um die eigene Energieversorgung allein mit Wind und Sonne bewerkstelligen zu können. Wir haben deswegen überlegt, welche Alternativen es geben könnte. Kernenergie wird politisch nach wie vor nicht gewollt. Wir haben uns deswegen entschieden, in Mauretanien, im Nordwesten Afrikas, Land zu erwerben und dort mit Photovoltaikanlagen den notwendigen Strom zu erzeugen, mit dem synthetischer Diesel hergestellt wird. Der Burgenlandkreis wird dadurch vollkommen auf diese Energiequelle umgestellt. Das mag jetzt den einen oder anderen Öko-Aktivisten schockieren, weil dadurch der Wirkungsgrad sinkt. Ja, das ist richtig, aber neben der Ökologie ist auch die Ökonomie wichtig. Unsere Berechnungen gehen davon aus, dass bei einem Gesamtwirkungsgrad von ca. 50 % eine Energiemenge von 32,4 TWh benötigt wird. Die Anzahl der Sonnenstunden in Mauretanien ist aber wesentlich größer als in Deutschland. Wir würden dort eine Fläche von 210 km² für Photovoltaik benötigen und zusätzlich eine Fläche von ca. 10 km² für die Power-to-Liquid-Anlage. Als Kaufpreis für die Landfläche in Mauretanien werden wir 4 % der jährlichen Dieselproduktion an Mauretanien übergeben. Das fördert die Entwicklung in diesem Land und spart uns ein paar Investitionskosten. Es wird dann 14 Mal im Jahr ein Tanker jeweils ca. 100.000 Tonnen dieses Diesels nach Deutschland transportieren. Vom Hafen geht es per Bahn in unseren Landkreis. Die Speicherung erfolgt dann dezentral. Die Kraftwerke, die jetzt noch Erdgas nutzen, werden auf die Verbrennung dieses Diesels umgerüstet. Diesel hat einen Energiegehalt von ca. 11 kWh pro Liter. Wir gehen davon aus, dass dadurch die Kosten für das Heizen auf 4 Cent pro kWh gesenkt werden können. Die Bürger und Unternehmen im Burgenlandkreis können den synthetischen Diesel zu Preisen von ungefähr 25 Cent pro Liter tanken. Wir haben mit den Stadtwerken Weißenfels und Zeitz, den Technischen Werken Naumburg und der Fernwärme GmbH in Hohenmölsen bereits beschlossen, diese Unternehmen zu einem zu fusionieren und über diese neue CADENAG dieses Projekt umzusetzen. CADENAG steht für Castel District Energy AG. Die Fläche in Mauretanien wird juristisch zum Burgenlandkreis, also zu Deutschland und der EU, gehören. Dies bedeutet, dass der dort produzierte synthetische Diesel formal juristisch den Burgenlandkreis nicht verlässt, wenn dieser zu uns transportiert wird. Es fallen dadurch weder Zölle noch Steuern an. Die Kraftwerke der CADENAG nutzen somit den selbst erzeugten Diesel innerhalb desselben Unternehmens. Wir prüfen, wie auch die anderen Dörfer, Städte und Gemeinden im Landkreis integriert werden können, um auch dort die Preise entsprechend senken zu können. Es ist wichtig, dass wir noch vor der kommenden Landtagswahl im September Tatsachen schaffen. Denn bei einem Wahlerfolg der AfD ist nicht auszuschließen, dass solche Projekte nicht mehr umgesetzt werden können, weil die AfD eine andere Auffassung zum Klimawandel hat. Sowohl die Landesregierung, der Bund, aber auch die EU müssen also umgehend die notwendige Investitionssumme von 30 Milliarden bereitstellen. Ansonsten müssen wir uns keine Gedanken mehr über irgendwelche Klimaziele machen. Die Fläche in Deutschland reicht nun einmal nicht aus. Andere Landkreise und Städte können in gleicher Weise gegebenenfalls in anderen Gebieten agieren – Saudi-Arabien, Ägypten und so weiter. Der Vorteil wäre durch diese Verteilung auf dem Globus, dass, wenn es doch einmal bei dem einen oder anderen zu temporären Ausfällen kommen würde, dies innerhalb Deutschlands ausgeglichen werden kann. 30 Milliarden Euro für derzeit 173.000 Einwohner sind sicherlich kein Pappenstiel. Aber das ist nun einmal der Preis für die Energiewende. Wenn Deutschland, wenn die Landes- und Bundesregierung, wenn die EU das will, muss dieser Preis bezahlt werden. Wir müssen uns da ehrlich machen und den Bürgern reinen Wein einschenken. Die Salamitaktik, die bisher gefahren wird, und die bisherigen Ideen sind reine Augenwischerei. Ich danke für ihre Aufmerksamkeit! Verfasser: АИИ | 21.03.2026 |
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