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Sprit-Preis-Revolution! Unsere geliebten Führer haben es wieder einmal geschafft - die Rettung ist da!


Ach, was für ein Tag! Der 13. April 2026 wird in die Annalen eingehen als der Moment, in dem unsere weisen, von so vielen innig geliebten Führer – jene unfehlbare Allianz aus CDU, CSU und SPD – den Iran-Krieg, die explodierenden Spritpreise und die allgemeine Weltuntergangsstimmung mit einem einzigen, genialen Streich besiegt haben.



Der Koalitionsausschuss hat getagt, der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat gesprochen, und das Volk darf jubeln: 17 Cent pro Liter weniger bei Benzin und Diesel! Für ganze zwei Monate! Ein Energie-Sofortprogramm, das so „sofort“ ist wie der nächste Klimagipfel in fünf Jahren.

Während draußen der Iran brennt und die Tanknadeln in den Himmel steigen, schenkt uns die Regierung ganze 1,6 Milliarden Euro Entlastung. Das sind pro Bundesbürger – rechnet man grob – ungefähr ein halber Döner mit allem. Aber nein, spottet nicht, ihr Undankbaren! Das ist pure Genialität. Die Mineralölwirtschaft wird natürlich zur Kasse gebeten („kartellrechtlich abgesichert“, versteht sich), und falls die bösen Konzerne zu viel Gewinn machen, kommt die Übergewinnsteuer. Die EU prüft schon. Seit 2022 prüft sie. Bald ist sie fertig. Versprochen.

Und damit nicht genug der Großzügigkeit: Die Entlastungsprämie! Tausend Euro steuer- und abgabenfrei – im Jahr 2026! Arbeitgeber dürfen das zahlen. Dürfen! Nicht müssen. Wenn der Chef gerade gute Laune hat und nicht lieber die nächste Dividende für die Aktionäre reserviert oder die Rücklagen nicht für Kraftstoff ausgeben muss. Ein freiwilliges Geschenk der Liebe! So fühlt sich echte soziale Marktwirtschaft an: Der Staat ermächtigt den Chef, und der Chef entscheidet, ob du dir im Winter vielleicht mal die Heizung leisten darfst. Wer braucht schon staatliche Direktzahlungen, wenn man so elegant die Verantwortung nach unten delegieren kann?

Zur Gegenfinanzierung – man will ja nicht ungedeckt jubeln – wird die Tabaksteuer erhöht. Genial! Die Raucher, diese asozialen Klimakiller, finanzieren jetzt die Spritpreis-Senkung für die Pendler. So entlastet man die kleinen Leute: indem man anderen kleinen Leuten noch ein bisschen mehr in die Tasche greift. Dialektik auf höchstem Niveau. Hegel wäre stolz.

Ach, und dann die große Reform der Einkommensteuer! Kleinen und mittleren Einkommen soll es endlich besser gehen. Wann? Zum 1. Januar 2027. Bis dahin halten wir durch, oder? Zwei Monate 17 Cent, eine mögliche Tausender-Prämie und dann – in neun Monaten – vielleicht ein bisschen weniger Steuern. Das nenne ich vorausschauende Politik. Langfristig wird ja sowieso alles gut: Erneuerbare Energien ausbauen, heimische Gasvorkommen erschließen (die, die man bisher nicht wollte), Stromnetze nach Europa verlegen. Alles schon mal gehört? Egal. Diesmal meinen sie es ernst. Diesmal ganz bestimmt.

Und damit die bösen Ölkonzerne nicht noch mal tricksen können, wird das Kartellrecht verschärft. Das Bundeskartellamt darf jetzt Daten verlangen. Vorher durfte es das nicht. Jetzt schon. Revolution! Die gleichen Leute, die jahrelang die Abhängigkeit von Putin und dann von allen anderen gefeiert haben, erklären uns jetzt, sie hätten die Lösung gegen „missbräuchliches Verhalten“. Man könnte fast weinen vor Rührung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, lasst uns die Hände falten und unseren geliebten Führern danken. Olaf Scholz mag gegangen sein, Robert Habeck mag irgendwo in einer grünen Blase schweben – aber der Geist lebt weiter. Sie haben uns nicht nur 17 Cent geschenkt. Sie haben uns Hoffnung geschenkt. Hoffnung auf den nächsten Koalitionsausschuss. Hoffnung auf die nächste Prüfung durch die EU. Hoffnung darauf, dass 2027 vielleicht wirklich mal was passiert.

Deutschland, du darfst jubeln.


Deine Führer haben es wieder getan.

Und wenn ihr jetzt noch nicht genug Dankbarkeit spürt: Die Tabaksteuer steigt ja bald. Dann habt ihr wenigstens einen guten Grund zu rauchen.
Verfasser: АИИ  |  13.04.2026
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