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Sonntagsreden für Helden, Alltagshölle für Ehrenamtler - Die große Heuchelei: Alle lieben das Ehrenamt, keiner entlastet es!Sonntagsreden für 27 Millionen Ehrenamtliche – und montags wieder Formulare, Haftungsrisiken und Energiepreise. Die Bundestagsdebatte zum Ehrenamt zeigte vor allem eines: Die Altparteien loben das Rückgrat der Gesellschaft, während sie es selbst jahrelang kaputtreguliert haben. Nur eine Partei sagt, woher die Bürokratie wirklich kommt. Wer hat die Bürokratie eigentlich geschaffen? Eine messerscharfe Analyse der Bundestagsdebatte zum EhrenamtAm 21. Mai 2026 debattierte der Bundestag unter dem wohlklingenden Titel „Zusammenhalt durch Engagement – Das Ehrenamt als Rückgrat unserer Gesellschaft“. Es war der übliche Berliner Ritualtanz: 27 Millionen Ehrenamtliche wurden mit warmen Worten überschüttet, während draußen die Vereinsvorstände weiter als unbezahlte Verwaltungsbeamte mit Burnout-Risiko schuften. Die zentrale Frage, die sofort im Raum stehen muss: Wer hat diesen bürokratischen Wildwuchs eigentlich über Jahrzehnte gezüchtet? Die Antwort ist so einfach wie vernichtend: Genau jene Altparteien, die nun feierlich Entlastung versprechen.Die Regierung: Sonntagsreden und Mini-SchritteStaatsministerin Dr. Christiane Schenderlein (CDU) eröffnete mit Grundgesetz-Pathos und dem Hinweis auf den neuen Ehrentag. Man wolle den „bürokratischen Wildwuchs“ bekämpfen, habe Pauschalen erhöht (Übungsleiter auf 3300 €, Ehrenamt auf 960 €) und etwas mehr Rechtssicherheit geschaffen. „Weniger ist manchmal mehr“, dozierte sie und rief zu Mut auf, „auf die eine oder andere gut gemeinte Vorschrift zu verzichten“.Klingt nett. Nur: Diese Regierung (Merz-CDU-geführte Koalition) erbt und pflegt den von Rot-Grün und Vorgängerregierungen aufgetürmten Paragraphendschungel aus Datenschutz-Wahn, Gemeinnützigkeitsrecht, Zuwendungsrecht und EU-Vorgaben. Kleine Korrekturen im Steueränderungsgesetz 2025 sind kein Befreiungsschlag, sondern wie Aspirin gegen Krebs. Bürokratieabbau „kostet kein Geld“? Richtig. Er kostet politischen Willen – und den zeigt Berlin seit Jahrzehnten nicht. AfD: Die einzige, die den Finger in die Wunde legtArne Raue (AfD) traf den Nerv: Der Vorstandstisch eines Kleinsportvereins sei der bürokratischste Ort Deutschlands. Jahrzehnte politischer Gleichgültigkeit, Coronapolitik, Energiepreisschock durch verfehlte Politik, explodierende Kosten – das sei der reale Alltag. Nicht feierliche Sonntagsreden, sondern Formulare, bevor der Feuerwehrmann löschen darf. Sie nannte den Sanierungsstau bei Sportstätten (31 Milliarden) und THW-Standorte. Die AfD kündigte an, in Regierungsverantwortung radikal zu entlasten – Steuern senken, Bürokratie streichen, Nachwuchs sichern. Jörn König und Thomas Korell legten nach mit konkreten Anträgen: Freigrenzen verdoppeln, Steuererklärungspflicht abschaffen, Vereine von Umsatzsteuer befreien, Arbeitgeber entlasten. Während andere reden, will die AfD handeln. Das sitzt – und erklärt die Nervosität der anderen. Die Koalition und Union: Selbstlob und SchuldzuweisungSPD (Bettina Lugk, Jürgen Coße) und Grüne (Tina Winklmann, Leon Eckert) malten ein positives Bild des Engagements als „Gegenentwurf zu Polarisierung und Hass“. Sie verteidigten Programme wie „Demokratie leben!“ und warnten vor pauschalem Extremismusverdacht gegen die Zivilgesellschaft. Bürokratie? Ja, man wisse es, erste Schritte seien getan, mehr müsse folgen. Klassisches Weiter-so mit moralischer Keule. Die Union (Stefan Mayer, Dieter Stier u.a.) positionierte sich als konstruktiver Mahner innerhalb/nahe der Regierung: Man habe schon einiges verbessert, der „Zukunftspakt Ehrenamt“ müsse nun mit Leben gefüllt werden. Mehr Vertrauen, weniger Regulierung bei Vereins- und Steuerrecht. Gleichzeitig versuchte man, AfD-Zahlen zu relativieren (THW habe Rekordmitglieder). Ehrliche Einsicht in eigene Versäumnisse? Fehlanzeige. Die Linke: Sozialstaat statt EigenverantwortungMandy Eißing und Jan Köstering dankten artig, kritisierten aber vor allem den „kaputtgesparten Sozialstaat“, den das Ehrenamt auffangen müsse. Forderungen: Freier Nahverkehr für Ehrenamtliche, Bundeskarte, Mietförderung. Typisch links: Das Ehrenamt als Lückenbüßer für staatliches Versagen feiern und gleichzeitig mehr Staat verlangen. Fazit: Heuchelei mit AnsageDie Debatte zeigte das übliche Berliner Schauspiel. Alle loben die 27 Millionen Engagierten. Kaum einer wagt die ehrliche Antwort auf die Kernfrage: Diese Bürokratie ist kein Naturereignis. Sie ist das Produkt jahrzehntelanger Politik von Union, SPD, Grünen und Co. – mit immer mehr Vorschriften, Haftungsfallen, Datenschutz-Hysterie und ideologischen Programmen, die Vereine belasten statt zu stärken. Energiepolitik, die Hallen unbezahlbar macht, Coronamaßnahmen, die Vereine dezimiert haben, und ein Staat, der sich aus der Daseinsvorsorge zurückzieht und dann vom Ehrenamt Rettung erwartet.Das Ehrenamt ist kein Rückgrat, das man mit Pauschalenerhöhungen und Ehrentagen kuriert. Es ist das, was übrig bleibt, wenn der Staat versagt. Wer es wirklich entlasten will, muss nicht nur „die eine oder andere Vorschrift“ streichen, sondern ganze Regulierungswüsten roden. Die AfD benennt das Problem beim Namen und liefert konkrete Schritte. Der Rest feiert sich selbst – während im Vereinsheim das Licht ausgeht. Ehre, wem Ehre gebührt? Den Millionen, die trotz Politik noch anpacken. Den Berliner Rednern gebührt vor allem eines: Misstrauen. Verfasser: АИИ | 26.05.2026 |
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