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Judith Rahner und die genderpolitische Nebelkerze der Corona-Aufarbeitung: Wie die Politik Versagen als strukturelles Unrecht umdeutet


Am 11. Juni 2026 trat Judith Rahner, Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrats, vor der Enquete-Kommission des Bundestages auf und lieferte ein Lehrstück ideologischer Umdeutung.


Statt die verheerenden Folgen einer oft evidenzarmen, autoritären Pandemiepolitik zu benennen – Lockdowns, Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen, die Millionen in Isolation und ökonomische Not trieben –, sprach sie von „verschärften Geschlechterungleichheiten“. Die Pandemie habe bestehende Ungleichheiten nicht geschaffen, sondern nur sichtbar gemacht und verstärkt. Politische Maßnahmen seien „nicht geschlechtsneutral“.

Wer ist Judith Rahner?

Judith Rahner studierte Gender Studies, Musik- und Erziehungswissenschaften. Sie war lange bei der Amadeu Antonio Stiftung tätig, wo sie sich mit Antifeminismus, Rechtsextremismus und „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ beschäftigte. Sie co-autorisierte Publikationen wie „Antifeminismus in Deutschland in Zeiten der Corona-Pandemie“ und positionierte sich als Expertin gegen „Verschwörungsideologien“ im Kontext von Corona-Protesten. Seit August 2024 leitet sie die Geschäftsstelle des Deutschen Frauenrats.

Während der Pandemiejahre trat sie vor allem als Mahnerin gegen rechte und „antifeministische“ Tendenzen in der Kritik an den Maßnahmen auf. Sie thematisierte Rassismus und Verschwörungsdenken im Kontext von Corona, nicht primär die wissenschaftliche oder rechtliche Fragwürdigkeit der Politik selbst.

Ihre Aussagen in der Enquete-Kommission (11.06.2026)

Im Video und Berichten wiederholt Rahner zentrale Punkte: Zwei Drittel der Minijobberinnen seien Frauen und besonders von Verlusten betroffen gewesen. Kurzarbeitergeld falle bei Teilzeit und geringeren Einkommen niedriger aus. Frauen hätten den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit getragen, Erwerbsarbeitszeit reduziert, vor allem Mütter und Alleinerziehende (85 % Frauen). Kita- und Schulschließungen hätten die Belastung in die Familien verlagert, ohne ausreichende politische Anerkennung der Care-Arbeit. Dauerhafte Veränderungen in der Arbeitsteilung seien ausgeblieben, Ungleichheiten hätten sich verfestigt.

Sie zitiert eine Studie von Kohlrausch und Peters (2025) und fordert klassische gleichstellungspolitische Maßnahmen: Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Reform des Ehegattensplittings, Ausbau von Ganztagsbetreuung. Fazit: „Gleichstellungspolitik ist [...] eine Voraussetzung gesellschaftlicher Resilienz.“

Das klingt auf den ersten Blick plausibel – strukturelle Unterschiede in Erwerbsmustern existieren. Doch die Analyse ist einseitig und lenkt ab.

Abgleich mit RKI-Files und freigeklagten Dokumenten: Die eigentliche Ursache

Die RKI-Protokolle und andere geleakte/freigeklagte Dokumente zeigen ein anderes Bild: Viele Maßnahmen, die Rahner indirekt als neutralen Rahmen behandelt, waren wissenschaftlich fragwürdig und ihre Kollateralschäden absehbar. Rahner erwähnt diese Zusammenhänge nicht. Stattdessen wird das politische Versagen – Ignoranz gegenüber RKI-Hinweisen, fehlende Folgenabschätzung, mangelnde Differenzierung nach Risikogruppen – in ein Narrativ struktureller Geschlechterungerechtigkeit umgewandelt. Die eigentlichen Verursacher (Bundes- und Landesregierungen unter Merkel, später Scholz/Lauterbach) treten in den Hintergrund. Die Opfer – vor allem Frauen und Mütter durch Care-Belastung, Kinder durch Entwicklungsverzögerungen, Geringverdiener durch wirtschaftliche Einbrüche – werden zu Beweisstücken für mehr Gender-Mainstreaming.

Besonders zynisch: Während Rahner und der Frauenrat unbezahlte Sorgearbeit als „zentralen Pfeiler“ feiern, die Politik aber nicht ausreichend anerkannt habe, ignoriert sie, dass eben diese Politik durch willkürliche Schließungen die Belastung erst massiv steigerte. Studien zu psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen (KIDA u. a.) unterstreichen die Kollateralschäden, die geschlechtsspezifisch wirkten, weil Frauen häufiger in relevanten Berufen (Pflege, Erziehung) und in der Familie die Hauptlast trugen.

Analytische Kritik: Ideologie statt Aufarbeitung

Rahners Auftritt ist paradigmatisch für Teile der offiziellen Corona-Aufarbeitung: Man klammert die Kernfrage aus – Waren die Maßnahmen verhältnismäßig, evidenzbasiert und rechtlich sauber? – und verlagert auf Nebenkriegsschauplätze wie Geschlechterdaten. Statt Entschädigung für Betroffene, Untersuchung von Fehlentscheidungen oder Stärkung individueller Resilienz (z. B. durch bessere Notfallpläne ohne pauschale Schließungen) fordert sie mehr Staat in der Geschlechterpolitik: mehr Ganztagsbetreuung, Umbau des Steuersystems, Umbau des Arbeitsmarkts.

Das ist kein Zufall. Rahners Hintergrund in Gender Studies und Antifeminismus-Bekämpfung prädisponiert zu dieser Lesart. Die Pandemie wird zum Beweis für „patriarchale Strukturen“, obwohl die Politik von einer breiten Allparteien-Koalition (CDU/SPD/Grüne etc.) getragen wurde. Kritiker der Maßnahmen – oft quer durch die Gesellschaft – werden implizit in die Ecke von Antifeministen und Rechten gestellt, wie in ihren früheren Publikationen.

Die bittere Realität: Die Maßnahmen haben vulnerablen Gruppen – darunter vielen Frauen – massiv geschadet, weil sie auf Panik, Modellrechnungen und Machtdemonstration statt auf gezieltem Schutz beruhten. RKI-Files belegen interne Skepsis, die politisch überstimmt wurde. Statt dies aufzuarbeiten, nutzt Rahner die Folgen, um alte Forderungen neu zu verpacken.

Eine echte, regierungskritische Aufarbeitung müsste fragen: Warum wurden Warnungen ignoriert? Warum fehlte eine geschlechter- und sozial sensible Folgenabschätzung? Warum wurde Care-Arbeit nicht durch Offenhalten von Kitas/Schulen entlastet, statt sie ideologisch zu instrumentalisieren? Judith Rahner liefert darauf keine Antwort – sie perpetuiert das Narrativ derer, die verantwortlich waren.
Verfasser: АИИ  |  14.06.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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