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Keine ostdeutsche Mitbestimmung bei Atommüll-Endlager-Suche


Der Suche nach einem Atommüll-Endlager widmete Landrat Götz Ulrich (CDU) zahlreiche Minuten während der Kreistagssitzung am 8.12.2025. Ein sicherlich nicht unerhebliches Detail war ihm bisher offenbar nicht aufgefallen.


In seinem Bericht erklärte Landrat Götz Ulrich (CDU), dass die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) im November 2025 einen neuen Zwischenstand zur Suche nach einem Atommüll-Endlager veröffentlichte; das Verfahren befindet sich weiterhin in Phase 1, Schritt 2, in dem 90 Teilgebiete weiter eingegrenzt werden. Bis Ende 2027 sollen diese Gebiete in die Kategorien A bis D eingeteilt werden, wobei nur A und B als potenziell geeignet gelten; bislang wurden 56 Prozent der Teilgebiete bewertet, von denen drei Prozent in A oder B fallen. Zwei dieser potenziell geeigneten Flächen liegen im Burgenlandkreis, eine westlich von Bad Bibra und eine nördlich von Karsdorf und Reinsdorf mit Anschluss an den Saalekreis. Nach weiteren Prüfungen und Umweltbewertungen sollen bis Ende 2027 Standortregionen vorgeschlagen werden, wobei bereits absehbar ist, dass der gesetzlich vorgesehene Bundestagsbeschluss bis 2031 nicht eingehalten werden kann. (ausführlich im obigen Video)

Keine ostdeutsche Mitbestimmung bei Atommüll-Endlager-Suche

Kreistagsmitglied Detlef Hartung (Fraktion „Freie Wähler/Bürger für Weißenfels/Landgemeinden/Vereinigte Bürgerliste-Fraktion“) verwies auf ein sicherlich nicht unerhebliches Detail, das insgesamt die Atommüllendlagersuche in ein ganz anderes Licht rückt. Denn dem Nationalen Begleitgremium zur Endlagersuche gehört kein einziger Vertreter der ostdeutschen Bundesländer an. 12 der 16 Gremiumsmitglieder rekrutieren sich aus den 4 Bundesländern, in denen der Atommüll durch Atomkraftwerke verursacht wird. Kein einziges Mitglied stammt aus den Neuen Bundesländern. (ausführlich im obigen Video)

Detlef Hartung kritisierte dies und wollte wissen, warum dies so ist. Kreistagsvorsitzender Andy Haugk hatte in den Ausführungen von Detlef Hartung zunächst keine Frage herausgehört. Landrat Götz Ulrich konnte dies nicht beantworten und verwies darauf, dass dies in einem Kreistagsausschuss geklärt werden könne. (ausführlich im obigen Video)

Detlef Hartung sprach sich gegen eine „strahlende Zukunft“ im Burgenlandkreis aus.
Verfasser: Michael Thurm  |  29.12.2025
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